Überleben helfen
Gewalt, Überschwemmungen, Erdbeben oder Hunger rauben jährlich Hunderttausenden von Menschen ihre Existenzgrundlagen oder zwingen sie zur Flucht. Freiwillige des Roten Kreuzes gehören oft zu den Helferinnen und Helfern der ersten Stunde.



Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) leistet jährlich in über 20 Ländern humanitäre Nothilfe. Rotkreuz-Mitarbeitende bergen Erdbebenopfer, verteilen Nahrungsmittel und Trinkwasser und leisten erste Hilfe. Decken, Zelte, Lampen und Kochutensilien stellen das Überleben der Obdachlosen sicher und bieten Schutz vor Wind und Kälte. Daneben liefert das SRK Medikamente, Verbandsmaterial und chirurgische Instrumente an Spitäler und Gesundheitsposten.
Leben retten reicht aber allein nicht aus. Es ist wichtig, mit den Menschen vor Ort zusammenzuarbeiten und Massnahmen zu ergreifen, um künftigen Katastrophen vorzubeugen und die Verwundbarkeit der Bevölkerung zu reduzieren. Auch die Nothilfe muss die Selbsthilfe der Bevölkerung stärken und lokale Strukturen nutzen.
Wie kann man bei einer Katastrophe im Ausland am besten helfen?
Für Nothilfe im Ausland kann das SRK aus logistischen Gründen keine einzelnen Naturalienspenden entgegennehmen. Am wirksamsten helfen Sie in dieser dringenden Notsituation mit Geldspenden: PC 30-4200-3; bitte Spendezweck vermerken. Dies erlaubt dem SRK die gezielte Beschaffung und den Transport von Hilfsgütern sowie den Einsatz von Personal.
Gezielter Einsatz von Delegierten
Naturkatastrophen und Kriege sind Ausnahmesituationen. Hier ist rasche Hilfe durch ausgebildete Spezialisten gefragt. Wenn immer möglich setzt das SRK lokale Fachleute ein. Für die Soforthilfe engagiert das SRK jährlich nur rund ein Dutzend erfahrene und spezialisierte Logistiker sowie medizinisches Personal während durchschnittlich einem Monat - siehe „Anforderungen an Delegierte“ unter Material.
Das Schweizerische Rote Kreuz ist zudem eine von 13 nationalen Rotkreuzgesellschaften, die eine mobile Logistik-Equipe haben. Diese kann unmittelbar nach Naturkatastrophen eingesetzt werden, um die lokalen Hilfskräfte zu unterstützen. Dieses Nothilfeteam wird vom SRK selber ausgebildet und rekrutiert.
Ein weltweites Netz
Für die Verteilung seiner Hilfe kann sich das SRK auf das Netz der weltweiten Rotkreuzbewegung stützen. Das Rote Kreuz ist meistens schon vor Ort. In Regionen, die von einer Naturkatastrophe heimgesucht wurden, koordiniert die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) gemeinsam mit der nationalen Gesellschaft und ihren Rotkreuzfreiwilligen die Hilfe. In Kriegsgebieten ist es das Internationale Komitee des Roten Kreuzes (IKRK).
Das Netz des Roten Kreuzes überzieht auch Regionen, deren Not keine Medienaufmerksamkeit auf sich zieht. Für die Opfer dieser „vergessenen“ Kriege oder Katastrophen ist die Rotkreuzhilfe oft die einzige Hilfe.
