AKTUELL: 17.01.2011

Cholera-Zeltklinik läuft auf Hochtouren

Ein vierköpfiges SRK-Team steht seit Anfang Dezember in der haitianischen Kleinstadt Grand-Goâve in vollem Einsatz. Das Behandlungszentrum für Cholerakranke mit 45 Betten wurde in drei Zelten eingerichtet.
Die SRK-Krankenschwester Augusta Theler in Haiti
Die SRK-Krankenschwester Augusta in der Cholera-Zeltklinik in Grand-Goâve.
© SRK
In der vom SRK und Médecins du Monde gemeinsam betriebenen Zeltklinik im Westen des Landes werden die unter akutem Durchfall leidenden Patienten mit einer Salzwasser-Infusion behandelt. Dabei müssen sie permanent beobachtet werden, weil der extreme Flüssigkeitsverlust lebensbedrohend ist. Das medizinische SRK-Team leitet die drei lokalen Ärzte und 16 Krankenschwestern in der Pflege der Cholerakranken an. Da Haiti zum ersten Mal von einer solchen Epidemie betroffen ist, fehlt es oft am Wissen über die Behandlung dieser bakteriellen Erkrankung.

„Viele Kranke schleppen sich mit letzter Kraft in unsere Klinik“, sagt der leitende SRK-Arzt Dr. Martin Weber. Da sich Kleinbusfahrer oft weigern, Cholerakranke zu transportieren, schaffen vor allem die Patienten aus entlegeneren Dörfern den Weg oft nicht bis zum Behandlungszentrum.

Das vom SRK entsandte Team – ein Arzt, zwei Krankenschwestern und ein Logistiker – wird nach drei Wochen Einsatz von einem nächsten medizinisch-logistischen Team abgelöst werden. Zusätzlich unterstützt das SRK das Cholera-Programm der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften mit Personal und Hilfsgütern.

Die im Oktober ausgebrochene Cholera hat sich inzwischen in allen Regionen des Landes verbreitet und die Zahl der Erkrankten steigt nach wie vor. Insgesamt haben 97‘500 Menschen wegen Verdacht auf Cholera ein Spital aufgesucht und 46‘800 Patienten wurden hospitalisiert. Die Zahl der Toten ist auf 2‘200 angestiegen.

Spenden für Haiti nimmt das SRK dankend entgegen:

- Sicher und schnell: Online
- Per SMS: HAITI an 4000 (10 Franken Spende)
- Postkonto SRK 30-4200-3 Vermerk: Haiti
(IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3)
AKTUELL: 05.01.2011

Haitis schwieriger Erdbeben-Gedenktag

Am 12. Januar 2010 wurde Haitis Hauptstadt Port-au-Prince und deren Umgebung von einem schweren Erdbeben heimgesucht. Ein Jahr danach steht die Hilfe im Zeichen der Cholerabekämpfung. Auch das Rote Kreuz ist gefordert.
Bauarbeiten in Palmiste à Vin
Der SRK-Arzt Martin Weber behandelt in der Cholera-Klinik in Grand-Goâve ein kleines Mädchen. © SRK
Schätzungsweise 290‘000 Menschenleben forderte das Erdbeben vom 12. Januar 2010 und war damit eines der tödlichsten der letzten Jahrzehnte. Heute leben noch über eine Million Menschen in Zelt-Camps. Die Hilfe der Internationalen Rotkreuzbewegung erreichte in den letzten 12 Monaten insgesamt 195‘000 Haushalte. Dabei standen die Verteilung von provisorischem Obdach und Trinkwasser sowie die medizinische Hilfe im Vordergrund. Der Wiederaufbau von Wohnhäusern konnte vor allem in ländlichen Gebieten gestartet werden. Seit Ende Oktober konzentrieren sich die Bemühungen im Weiteren auf die Bekämpfung der Cholera.

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) konnte bis Ende Dezember die ersten 70 von insgesamt 600 geplanten Wohnhäusern in der Berggemeinde Palmiste-à-Vin unweit der Stadt Léogane fertig erstellen. Die Kleinbauern-Familien beteiligen sich unter Anleitung von Fachleuten aktiv am Wiederaufbau der Häuser. Das SRK wird sich ebenfalls am Aufbau einer Schule für Krankenschwestern- und pfleger beteiligen.

Da sich die Cholera bedrohlich weiter ausbreitet, betreut das SRK gemeinsam mit Médecins du Monde Schweiz ein Behandlungszentrum mit 70 Betten in der Kleinstadt Grand-Goâve im Südwesten des Landes. Ein sechsköpfiges medizinisches und logistisches Team des SRK wird dort auch in den nächsten Monaten im Einsatz stehen.

Mit Mitteln der Glückskette und dank Spenden von Privaten, Unternehmen sowie Kantonen und Gemeinden wird sich das SRK in den nächsten Jahren im Umfang von 18 Millionen Franken im Wiederaufbau in den Bereichen Wohnbau und Gesundheitswesen engagieren.

Spenden für die Opfer in Haiti:
- Einfach, sicher und schnell: Online
- Per SMS: HAITI an 4000 (10 Franken Spende)
- Postkonto SRK 30-4200-3 Vermerk: Haiti
(IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3)


AKTUELL: 26.11.2010

Verstärkter Einsatz gegen die Cholera in Haiti

Die Verbreitung der Cholera in Haiti wird immer dramatischer. Mehr als 60‘000 Menschen sind infiziert. Das SRK eröffnet mit andern Hilfswerken ein Cholera-Behandlungszentrum und entsendet zusätzliches medizinisches Personal.
Ärztin und Patient
Rotkreuz-Ärztin versorgt einen Cholera-Patienten.
© American Red Cross/Daniel Cima
Ein erfahrener Rotkreuz-Arzt und eine Krankenschwester reisen nach Haiti, um im neuen Zeltspital Cholera-Patienten zu behandeln. Das Spital in Grand Goâve umfasst 40 Betten. Die diese Woche neu errichtete Klinik wird gemeinsam vom Schweizerischen und Norwegischen Roten Kreuz, Médecins du Mondes und Terre des Hommes geführt. Ausserdem unterstützt das SRK die Internationale Föderation der Rotkreuzgesellschaften mit Kanistern und Eimern zur Verteilung von sauberem Wasser.

Die Cholera erweist sich in dem leidgeprüften Land als zweite Katastrophe nach dem Erdbeben vom Januar. Die Krankheit tauchte erstmals Ende Oktober in Artibonite nördlich von Port-au-Prince auf. Durch den Hurrikan Tomas, der Haiti am 7. November streifte, hat sich der Erreger rasant ausgebreitet und mittlerweile grosse Teile das Landes erfasst. Besonders dramatisch ist die Situation in Slumgebieten, die kaum über sanitäre Anlagen verfügen. Noch keine Cholera-Fälle wurden bisher in den von grossen Hilfswerken errichteten Zeltcamps in Port-au-Prince festgestellt.

Cholera wird durch verschmutztes Wasser übertragen. Um die Seuche einzudämmen verteilt das Rote Kreuz sauberes Wasser und Desinfektionsmittel. Zudem klärt es die Bevölkerung darüber auf, wie man sich durch Hygienemassnahmen vor der Krankheit schützen kann. Erstmals werden die Informationen auch über Zehntausende von SMS-Botschaften versandt.


Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
AKTUELL: 27.10.2010

Rotes Kreuz im Kampf gegen die Cholera

Die Cholera-Epidemie in Haiti breitet sich weiter aus. Das Rote Kreuz verteilt in den betroffenen Regionen sauberes Wasser, Chlortabletten und verstärkt die medizinische Hilfe.
Versorgung mit sauberem Trinkwasser
Die Versorgung mit sauberem Trinkwasser ist vordringlich im Kampf gegen die Cholera.
(c) International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies/Severine Vanel
Die Internationale Rotkreuz-Föderation hat mit Lastwagen 300’000 Wasserreinigungstabletten, Medikamente, Trinkwasser und Hygieneartikel in die Region von Artibonite nördlich von Port-au-Prince gebracht. Besonders hart betroffen ist die Kleinstadt St Marc, wo bereits über 200 Personen der Krankheit zum Opfer fielen. Seit Anfang Woche treten auch in Port-au-Prince Cholera-Fälle auf. Um die Krankheit möglichst einzudämmen, sind Rotkreuz-Freiwillige fieberhaft dabei, in den riesigen Zeltcamps die Menschen über die wichtigsten Hygiene-Massnahmen zur Prävention der Krankheit aufzuklären.

Nicht direkt von der Cholera betroffen ist bisher das Wideraufbauprogramm des Schweizerischen Roten Kreuzes in Palmiste à Vin oberhalb der Stadt Léogane. Angesichts der sich weiter ausbreitenden Krankheit prüft das SRK die Entsendung zusätzlicher Gesundheitsfachleute.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
AKTUELL: 23.09.2010

Haiti: Erste SRK-Häuser sind bezugsbereit

Der Wiederaufbau in Haiti kommt voran: Von den 600 Häusern, die das SRK im Bergdorf Palmiste à Vin errichtet, werden die ersten in diesen Tagen bezogen. Die vom Roten Kreuz entlöhnten lokalen Bauarbeiter leisten speditive Arbeit.
SRK-Haus in Haiti
Letzte Arbeiten, dann kann die Familie einziehen: Ein SRK-Haus in Palmiste à Vin.© SRK
„Wir sind zufrieden mit dem Baufortschritt“, sagt Bernd Sprachta, Baudelegierter des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) in Haiti. Gemessen an den schwierigen Umständen, komme man zügig voran. Die aus Vietnam importierten Fertigbau-Häuser werden in Elementen bis nach Palmiste à Vin geliefert, drei bis vier Autostunden von Port-au-Prince entfernt. Engpässe habe es vor allem bei scheinbar banalen Details wie die Beschaffung von Schrauben oder Nägeln gegeben, berichtet Sprachta: „Der lokale Markt ist leergekauft.“

Doch jetzt sind sechs Häuser weitgehend fertig und für 92 weitere die Fundamente gebaut. Pro Haus wird mit einer Woche Bauzeit gerechnet. 600 Familien hat das SRK zusammen mit den lokalen Behörden in der Berggemeinde ausgewählt. Sie alle haben beim schweren Erdbeben vom 12.Januar ihre Häuser verloren. Um die Zeit zu überbrücken, haben sie bei Verwandten Unterschlupf gesucht oder sie leben in improvisierten Unterkünften, geschützt von Plastikplanen.

Für den Bau der Häuser hat das Rote Kreuz lokale Arbeiter rekrutiert. Die vier Equipen à fünf Personen werden für ihre Arbeit vom SRK bezahlt. Für den Transport der sperrigen Bauelemente zu ihren Grundstücken sind die Familien selber verantwortlich. Da es in dem steilen Gelände keine Transportmittel gibt, müssen die Männer die Last oft weite Strecken auf ihren Schultern tragen. „Das nehmen sie klaglos auf sich, denn sie sind dankbar dafür, dass sie ein neues Haus erhalten“, betont Sprachta.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
AKTUELL: 02.07.2010

Start zum Bau von haitianischen Wohnhäusern

Sechs Monate nach dem schweren Beben vom 12. Januar startet das SRK mit dem Bau von 600 Häusern für Obdachlose in der Region Léogane. Gleichzeitig wird ein schwer beschädigtes Tuberkulose-Spital baulich saniert.
Männer beim Sägen
Sägen und hämmern am Rande eines Zeltlagers in Port-au-Prince: Das Rote Kreuz baut sturmsichere Häuser. @ Karl Schuler, SRK
Am 24. Juni verliessen die ersten 80 aus Vietnam und China importierten Stahlgerüste für sturm- und erdbebensichere Häuser den Zollhafen von Port-au-Prince und wurden in die zwei Stunden entfernte Region Léogane transportiert. In der über weite Hügel verteilten Gemeinde Palmiste à Vin freuen sich die seit dem Erdbeben unter Planen lebenden Kleinbauern-Familien auf ihr künftigs Zuhause.

„Es steht alles bereit für den Baubeginn in den nächsten Tagen. Die Leute sind motiviert und gut organisiert, um sich beim Bau der Häuser aktiv zu beteiligen“, sagt der zuständig SRK-Baufachmann Bernd Sprachta. Das Holz für den Boden und die Wände wurde bei einer lokalen Baufirma beschafft und bereits vor einigen Wochen in die abgelegene Gegend gebracht.

Trümmer erschweren Wiederaufbau

Die insgesamt 600 Häuser werden nun gestaffelt eintreffen und während den nächsten Wochen und Monaten erstellt. Sie sind Teil eines 30‘000 Häuser umfassenden Bauprogrammes der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften. Es wird gegenwärtig auf mehreren Bauplätzen in der Slumsiedlung Cité Soleil in Port-au-Prince sowie in der Stadt Léogane gearbeitet.

In Port-au-Prince bilden der viel zu knappe Platz und die vielerorts noch nicht weggeräumten Trümmer grosse Hindernisse für den Wiederaufbau. Die kommende Hurrikan-Saison ist für über eine Million Menschen, die in Zeltsiedlungen leben, eine grosse Bedrohung. Das Rote Kreuz und weitere Hilfsorganisationen verteilen zusätzliche Planen und Zelte an 25‘000 Familien, um ihnen einen minimalen Schutz zu bieten.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".


AKTUELL: 03.05.2010

Häuser für 600 haitianische Familien

Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) engagiert sich in Haiti beim Wiederaufbau eines Dorfes unweit der Stadt Léogane. Gleichzeitig wappnen sich Helfer und Bevölkerung für die bevorstehende Regenzeit.
Frau mit Plane
Noch immer verteilt das Rote Kreuz Plastik-Planen – in Hinblick auf die Regenzeit sind sie besonders gefragt.
© International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies
„Die Werkzeug-Sortimente, die das Rote Kreuz nach dem Erdbeben in grosser Zahl verteilt hat, werden auch im Fall von Überschwemmungen oder Stürmen wertvolle Dienste leisten“, sagt Frank Lankeshofer, der nach acht Wochen als SRK-Logistikchef eben aus Haiti zurückgekehrt ist. Noch immer fehle ein Plan der Regierung, um die Menschen aus gefährdeten Lagern umzusiedeln. Viele der Zeltcamps befinden sich auf Feldern an exponierten Stellen, die während der Regenzeit durch Überflutungen und Erdrutsche bedroht sind.

„Die Helfer und die Bewohner stellen sich auf eine neue Notsituation ein“, berichtet Lankeshofer. So werde beispielweise vorsorglich geplant, wo Abflussgraben geschaufelt werden müssten und wie man durch Drainage überflutete Siedlungen möglichst rasch trocken legen könne.

Reparatur des Gesundheitszentrum

Derweil plant das SRK im Dorf Palmiste à Vin unweit der Stadt Léogane den Wiederaufbau von mehreren hundert Wohnhäusern. 600 Familien wurden identifiziert, die durch das Erdbeben ihre Zuhause verloren haben und nun unterstützt werden sollen. Bereits hat das SRK in Vietnam Bauteile zur Errichtung von einfachen Häusern bestellt. Darüber hinaus will es sich an der Reparatur der Wasserversorgung und des Gesundheitszentrums des kleinen Ortes beteiligen.

Seit dem Erdbeben vom 12. Januar stehen rund ein Dutzend Logistiker, Gesundheitsfachleute und Bauspezialisten des SRK in Haiti im Einsatz. Die Hilfsequipen wurden jeweils nach ein bis zwei Monaten von frischen Kräften abgelöst. Das SRK plant, sich mehrere Jahre beim Wiederaufbau in Haiti zu engagieren.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
AKTUELL: 09.04.2010

Haiti: Die vierte Hilfs-Staffel in vollem Einsatz

Auch drei Monate nach dem Erdbeben haben die SRK-Logistiker in Haiti alle Hände voll zu tun. Täglich treffen mehrere Tonnen Hilfsgüter ein, die an die Obdachlosen weiter geleitet werden.
Frau mit Kind vor eine SRK-Zelt
700 Zelte hat das SRK nach Haiti geschickt - eines davon erhielt diese Familie. © SRK, Thomas Kumpera
„Unser Logistik-Team nimmt bei dieser umfangreichen Hilfsoperation des Roten Kreuzes eine zentrale Funktion wahr“, sagt Thomas Kumpera, Einsatzleiter für die Nothilfe-Teams des SRK. Er ist eben aus Haiti zurückgekehrt, wo er die bisher 4. Staffel von SRK-Katastrophenhelfern besuchte und sich ein detailliertes Bild der Situation machte. „Der Arbeitsdruck ist noch immer enorm“, berichtet er. Die SRK-Delegierten sind für die Entgegennahme, Zwischenlagerung und den Weitertransport sämtlicher Güter der internationalen Rotkreuz-Bewegung verantwortlich. Täglich treffen auf dem Landweg bis zu 15 Container ein, dazu wöchentlich mehrere Flüge mit Hilfsgütern an Bord.

In den vom SRK geführten Lagerhallen nahe des Flughafens werden die Hilfsgüter durch mehr als 60 lokale Angestellte abgeladen, registriert und in kleinere Lastwagen umgepackt für die Verteilung in den Quartieren und umliegenden Ortschaften. Bis zu 25 Lastwagen mit Hilfsgütern für mehrere Tausend Personen verlassen jeden Tag die Rotkreuz-Lagerzentrale.

Wertvolle Erfahrungen

„Ich habe Familien besucht, die dank den von uns gelieferten, insgesamt 700 Zelten seit zwei Monaten ein Obdach haben. Sie sind auch sehr dankbar für die Haushaltsortimente, die sie vom SRK erhielten“, berichtet Thomas Kumpera. „Unser Logistik-Team geht gestärkt aus diesem anspruchsvollen Einsatz hervor. Die Mitarbeitenden haben in einem äussert schwierigen Umfeld sehr gute Arbeit geleistet und Erfahrungen gesammelt, die sie bei künftigen Einsätzen nutzen können.“ Am 20. April wird die jetzige Logistik-Equipe durch die fünfte und für das SRK letzte Staffel abgelöst, die bis am 15. Mai im Einsatz stehen wird.

Über die Nothilfe hinaus wird sich das SRK während mehrerer Jahre im medizinischen Bereich und beim Wiederaufbau engagieren.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
AKTUELL: 26.03.2010

Haiti: Im Wettlauf mit der Regenzeit

Vor der grossen Regenzeit müssen in Haiti 1.3 Millionen Obdachlose eine schützende Unterkunft erhalten. Das Rote Kreuz koordiniert die Obdach-Projekte von 50 Hilfsorganisationen.
Knabe in einem Zelt
Über eine Million haitianische Obdachlose brauchen dringend ein Dach über dem Kopf.
© REUTERS/Carlos Barria courtesy www.alertnet.org
„Es regnet bereits jetzt manchmal die ganze Nacht hindurch, obwohl die eigentliche Regenzeit erst nach Mitte April erwartet wird“, sagt der Leiter Katastrophenhilfe des SRK Hannes Heinimann, der soeben aus Haiti zurückgekehrt ist. Die Verteilung von Planen, Baumaterial und Werkzeug muss deshalb beschleunigt werden, um die 1.3 Millionen Obdachlosen noch vor der grossen Regenzeit zu schützen. Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften koordiniert den gesamten Obdach-Bereich, an dem 50 Hilfsorganisationen beteiligt sind. Bereits erhielten mehr als 900‘000 Menschen einen trockenen Platz.

Auch das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) beteiligt sich am Wettlauf mit der Zeit. Es hat 700 Zelte und 1‘700 Planen geliefert, die von Freiwilligen des Haitianischen Roten Kreuzes an Obdachlose verteilt werden. „Wir müssen jedoch bereits jetzt die Hurrikan-Saison vorbereiten, die im Sommer mit Stürmen einsetzen wird“, meint Hannes Heinimann. Deshalb setzt das SRK Bauelemente für 500 sturm- und flutsichere Häuser ein. Die erste Lieferung aus Vietnam wird für Mitte Mai erwartet und die Häuser werden rechtzeitig mit betroffenen Familien zusammen erstellt werden.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
AKTUELL: 25.02.2010

Das Rotkreuz-Spital im Fussballstadion

Auf dem Fussballfeld der vom Erdbeben zerstörten haitianischen Slum-Siedlung Carrefour betreibt das Rote Kreuz ein Feldspital. Auch das 4-köpfige medizinische Team des SRK steht dort 15 Stunden täglich im Einsatz.
Baby
Ein Lichtblick bildet die Geburtsabteilung, wo täglich Kinder geboren werden.
Foto © SRK, Marlies Vincenz
Die vom Deutschen Roten Kreuz eingerichteten aufblasbaren Spital-Zelte auf dem Gelände des Fussballstadions Carrefour bei Port-au-Prince platzen aus allen Nähten. „Die bestehenden vier Krankenstationen werden nun auf sechs erhöht, um den täglichen Ansturm von 300 Patientinnen und Patienten besser zu bewältigen“, sagt Dr. Martin Weber, der seit Mitte Februar im Einsatz steht. Die meisten Krankenhäuser des Ballungsraumes von Port-au-Prince wurden durch das Beben vom 12. Januar zerstört. Das mobile Spital wurde in Carrefour eingerichtet, weil in dieser besonders zerstörten Slum-Vorstadt Hunderttausende von Menschen sonst über keine medizinische Versorgung verfügen.

Obwohl die Regenzeit noch nicht eigesetzt hat, treten vor allem bei Kindern bereits viele Malariafälle auf. Denn die hohen Abfallberge sind Brutstätten der Stechmücken, welche die Krankheit übertragen. Neben den akuten Entzündungen infolge schlechter Wundheilung nach dem ersten chirurgischen Eingriff gleich nach dem Beben kommen auch viele Neuverletzungen hinzu. „Da viele Obdachlose noch in den Trümmern leben, werden sie bei den häufigen Nachbeben durch herunterfallende Balken oder Gegenstände verletzt“, erklärt der SRK-Arzt.

Ausserdem sind viele Menschen völlig erschöpft und schleppen sich nur mit letzter Kraft bis zum Spital oder werden auf improvisierten Bahren von Angehörigen hergebracht. Welche können ambulant behandelt werden und welche als Notfall gleich in den Operationssaal eingewiesen? Wer wird als Langzeitpatient eines der begehrten 100 Spitalbetten belegen dürfen oder muss abgewiesen werden? Eine äusserst schwierige Wahl für die internationalen und haitianischen Rotkreuz-Ärztinnen und -Ärzte.

Die SRK-Kinderärztin Isabelle Güss erlebt neben vielen tragischen Fällen, wo jede Hilfe zu spät kommt, auch immer wieder ermutigende Momente, wenn Kinder nach einem schweren Eingriff „über dem Berg“ sind.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
AKTUELL: 19.02.2010

In Haitis Erdbebengebiet retten Blutspenden Leben

Dank den vom Haitianischen Roten Kreuz im Hauptspital von Port-au-Prince gelagerten Blutreserven konnten nach dem Erdbeben vom 12. Januar lebenswichtige Transfusionen vorgenommen werden. Dem Club 25 des Roten Kreuzes gehören 4‘000 junge Blutspenderinnen – und spender an.
Dr. Sherley Bernard
Die Ärztin Dr. Sherley Bernard leitet den Blutspende-Club, dem 4‘000 Jugendliche angehören.


© International Federation of Red Cross and Red Crescent Societies/Alex Wynter
In der Kleinstadt Mirebalais 60 km nördlich von Port-au-Prince haben sich rund 13‘000 Erdbebenopfer aus der Hauptstadt vorübergehend in Sicherheit gebracht. Bei der Rotkreuz-Filiale spenden jugendliche Mitglieder des Club 25 Blut für die Verletzten und Kranken. Die 29-jährige einheimische Ärztin Dr. Sherley Bernard leitet diesen Blutspende-Club, dem 4‘000 Jugendliche im ganzen Land angehören. „Wir müssen davon ausgehen, dass allein wegen mangelndem Blut in den ersten Tagen und Wochen nach der Katastrophe täglich mindestens zehn verletzte Menschen starben“, schätzt sie. „Dank dem Club 25, dessen Mitglieder seit Jahren regelmässig Blut spenden, war diese Zahl nicht noch höher“.

Einen Monat nach dem Erdbeben konnte das Haitianische Rote Kreuz in der Erdbebenzone wieder den regelmässigen Blutspende-Dienst aufnehmen. Viele Menschen, die dankbar sind, dass sie unverletzt überlebt haben, spenden nun zum ersten Mal Blut. Wie vor dem Erdbeben erhalten die Blutspendenden zur Belohnung ein Getränk oder ein Biskuit.

Auch das kürzlich im zerstörten Grossraum von Port-au-Prince eingerichtete grosse Feldspital und die mobilen Kliniken des Roten Kreuzes sind auf Blutspenden angewiesen. Die zweite Einsatz-Staffel mit sechs medizinischen Fachleuten des Schweizerischen Roten Kreuzes hat dort soeben das erste Team abgelöst, das am 16. Januar eingetroffen war.


Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
AKTUELL: 10.02.2010

Zurück vom Einsatz in Haiti

Einen Monat nach dem Erdbeben ist die erste Nothilfe-Equipe des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) in Haiti abgelöst worden. Weiterhin stehen sechs Logistiker und sechs Gesundheitsfachleute in Port-au-Prince im Einsatz.
Andrea Schmid
Andrea Schmid hat in Haiti für das SRK Nothilfe geleistet.
© Keystone
„Ich bin froh, diesen wichtigen Einsatz geleistet zu haben“, sagt Andrea Schmid sichtlich erschöpft nach ihrer Rückkehr. Sie gehörte zum Logistikteam des SRK, das im Auftrag der Internationalen Föderation in Port-au-Prince die Hilfslieferungen sämtlicher Rotkreuzgesellschaften koordinierte. Insgesamt fertigten die SRK-Delegierten bisher 43 Fracht-Flüge und 10 See-Container mit mehr als 2000 Tonnen Material ab.

Neben Decken, Zelten und Haushaltsortimenten für die unzähligen Obdachlosen wurden mobile Spitäler, Gesundheitsposten und Trinkwasseraufbereitungsanlagen geliefert. „Wir stellten sicher, dass die verschiedenen Lieferungen rasch dorthin kamen, wo sie am dringendsten gebraucht wurden“, umschreibt Andrea Schmid ihre Aufgabe. Es sei nicht leicht gewesen, in der Hektik den Überblick zu wahren.

Lange Arbeitstage

Fast ohne Unterbruch habe sie gearbeitet: von morgens um sechs bis tief in die Nacht. Hitze und Staub machten ihr zu schaffen. Sehr positiv empfand sie die Zusammenarbeit mit den lokalen Rotkreuz-Mitarbeitern, die das SRK bereits aus früheren Nothilfe-Aktionen kannten. „Es bestand ein Vertrauensverhältnis, auf das wir bauen konnten.“

Neben den sechs Logistikern werden in diesen Tagen auch die sechs Gesundheitsfachleute des SRK abgelöst, die gut drei Wochen in Haiti im Einsatz standen. Die neue Equipe, ebenfalls je zur Hälfte Logistiker und medizinisches Personal, hat ihre Arbeit bereits aufgenommen.

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AKTUELL: 03.02.2010

Ein Hoffnungsschimmer in Port-au-Prince

Drei Wochen nach dem schweren Erdbeben in Haiti stellt die Internationale Rotkreuzbewegung in mehreren Feldspitälern und mobilen Kliniken für 250‘000 Menschen die medizinische Versorgung sicher. Mit dabei ist auch die SRK-Krankenschwester Sarah Bon.
Ein Kind wird medizinisch versorgt
Sarah Bon behandelt ein verletztes Kind. ©SRK
„Heute war ein grosser Tag“, sagt Sarah Bon, als sie aus dem weissen Rotkreuz-Fahrzeug steigt. Sie arbeitet zusammen mit einem Arzt und einer weiteren Krankenschwester in einem mobilen Team, das die Parks, Schulen und weitere öffentliche Plätze besucht, wo die zahllosen Obdachlosen leben. Sobald sie an einem Einsatzort ankommen, beginnen sie mit ihrer Arbeit.. Sie wechseln Verbände und behandeln die Patienten gegen Durchfall und leichte Verletzungen. „Es tut so gut, den ganzen Tag draussen zu sein und wirklich helfen zu können“, meint die SRK-Krankenschwester.

"Alles läuft sehr diszipliniert ab"

Eine so hohe Zahl von Menschen, die alles verloren haben, mit den Notwendigsten zu versehen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe für die Hilfsorganisationen. So stellt sich beispielsweise die Frage nach dem Risiko der Gewalt. Wie lässt sich die Verteilung von 100‘000 Litern Trinkwasser so organisieren, dass dies einigermassen geordnet abläuft? Wie erreicht man dabei die Schwächsten? „Alles läuft sehr diszipliniert ab“, sagt Sarah Bon. „Die Menschen warten ruhig . Ich bin wirklich beeindruckt darüber, wie gut die improvisierten Camps organisiert sind.“

Vorgespräch mit einer Vertrauensperson

Gestern besuchte das mobile Team von Sarah ein Camp mit über 1‘500 Obdachlosen. Sie bestimmten eine Vertrauensperson, mit welcher die Rotkreuzleute über die dringendsten Bedürfnisse diskutierten. „Der Vertreter des Camps, den die Leute alle gut kennen, hat ihnen erklärt, wer wir sind und was wir tun. Heute kamen wir zurück und begannen damit, Kranke und Verletzte zu behandeln." (von Fredrik Barkenhammer, Deutsches Rotes Kreuz)

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AKTUELL: 26.01.2010

Schweizer Logistik für weltweite Rotkreuzhilfe

Die Hilfsgüter der weltweiten Rotkreuzbewegung sollen möglichst schnell zu den Obdachlosen gelangen. Dabei spielt das Logistik-Team des Schweizerischen Roten Kreuzes eine Schlüsselrolle.
Hubstapler des SRK
Einsatzleiter Louis Rol bei der Abfertigung von Hilfsgütern mit dem vom SRK gelieferten Hubstapler.
© SRK
Die sechs Logistikerinnen und Logistiker des SRK fertigen am Flughafen von Port-au-Prince hunderte Tonnen von Hilfsgütern ab, die von Rotkreuzgesellschaften aus aller Welt geliefert werden. Dutzende Frachtflugzeuge mit mobilen Kliniken, Medikamenten, Wasseraufbereitungsanlagen, Blachen oder Familienzelten landen täglich in der haitianischen Hauptstadt. Dort nehmen die SRK-Delegierten sämtliche Rotkreuz-Lieferungen entgegen und stellen sicher, dass sie möglichst rasch verteilt werden können.

„Der Flughafen ist ein Nadelöhr und wir haben alle Hände voll zu tun“, berichtet Einsatzleiter Louis Rol. Erschwert werde die Situation durch die Nachbeben, die jeweils deutlich zu spüren seien: „In de Lagerhalle, wo die Hilfsgüter für den Weitertransport vorbereitet werden, sind die Stapel ins Rutschen geraten und es ist gefährlich, dort zu arbeiten.“

Neben dem sechsköpfigen Logistik-Team leisten auch sechs Gesundheitsfachleute des SRK Nothilfe. In einer mobilen Klinik im Quartier Belmar und in einem Feldspital des Quartiers Carrefour versorgen sie Kranke und Verletzte.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".
AKTUELL: 22.01.2010

Medizinische Hilfe läuft auf Hochtouren

Das sechsköpfige Pflegeteam des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) hat in Port-au-Prince alle Hände voll zu tun. Zahlreiche Verletzte werden in der mobilen Rotkreuz-Klinik im Quartier Belmar verarztet.
Verletztes Kind
In der Rotkreuz-Klinik werden viele Wunden versorgt.



© Talia Frenkel/American Red Cross
«Wir müssen vor allem Knochenbrüche und Wunden behandeln», berichtet die SRK-Krankenschwester Sarah Bon. Schon am ersten Tag seien Dutzende Menschen in der Zeltklinik versorgt worden. Doch auch Krankheiten, die in keinem direkten Zusammenhang mit dem Erdbeben stehen, werden behandelt. Viele Patienten leiden an Durchfall, Magenbeschwerden oder Atemwegerkrankungen. Denn die hygienischen Bedingungen sind katastrophal und es fehlt an sauberem Trinkwasser. Acht von 13 Kliniken der haitianischen Hauptstadt wurden beim Erdbeben zerstört und die medizinische Grundversorgung brach zusammen.

Die fünf SRK-Krankenschwestern und ein Pfleger arbeiten unter der Federführung des Deutschen Roten Kreuzes in einem internationalen Team, zu dem auch mehrere haitianische Rotkreuzschwestern gehören. Ausser medizinischen Fachleuten hat das SRK sechs Logistiker nach Haiti entsandt. Sie sind im Hafen von Port-au-Prince für die Organisation der gesamten Hilfslieferungen der internationalen Rotkreuz-Bewegung verantwortlich.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".

Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.
AKTUELL: 21.01.2010

Weiterer Hilfsflug des SRK nach Haiti

Am Donnerstag hat das Schweizerische Rot Kreuz (SRK) weitere 45 Tonnen Hilfsgüter für die Erdbebenopfer in Haiti verschickt.
SRK-Hilfsgüter
SRK-Mitarbeiter beim Verladen der Hilfsgüter in Wabern bei Bern.




© Der Bund / Adrian Moser
Die 460 Zelte, Blachen für 1‘000 Familien und acht Grosszelte zur Errichtung mobiler Kliniken, Schulen und Gemeinschaftsküchen werden von dem vor Ort stationierten sechsköpfigen SRK-Logistikteam verteilt. Die Güter im Wert von 450‘000 Franken verlassen die Schweiz auf dem Landweg bis Liège/Lüttich (Belgien), von wo sie morgen mit einem Frachtflug in die Erdbebenregion gelangen.

Bereits am Wochenende versandte das SRK 15 Tonnen Hilfsgüter, die durch die Freiwilligen des Haitianischen Roten Kreuzes bereits verteilt werden. Neben dem Logistik-team stehen auch sechs Gesundheits-Fachleute in mobilen Kliniken und in einem Feldspital im Einsatz. Insgesamt stockt das SRK seine Nothilfe in Haiti auf 2,5 Millionen Franken auf. Daran beteiligt sich neben dem Bund auch die Glückskette, die heute einen nationalen Sammeltag durchführt.

Das SRK ist von der Solidarität der Schweiz für die Hilfe in Haiti tief beeindruckt. Tausende von Einzelpersonen und Organisationen unterstützen die Hilfe an die Erdbebenopfer mit Geldspenden und Benefizaktionen. Das SRK erhielt von der Novartis eine Medikamentenspende von über 3 Tonnen und konnte Grossspenden von Credit Suisse, Coop, der Stiftung von Frau Slavica Ecclestone und Kantonen wie Genf, Basel-Stadt, Graubünden, Zug, Luzern, St.Gallen sowie der Stadt Genf entgegennehmen. Es dankt allen Spenderinnen und Spendern herzlich.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".

Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.

AKTUELL: 19.01.2010

«Rotkreuz-Hilfe ist in vollem Gang»

Trotz chaotischer Zustände im Flughafen von Port-au-Prince ist der Hilfsgüterflug des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) am Montagabend in Haiti gelandet. Die Hilfsgüter werden jetzt an die Opfer des Erdbebens verteilt.
Obdachlose in Haiti
Viele haben ihr Obdach verloren und sind nun auf Zelte und Blachen für eine provisorische Unterkünfte angewiesen.
REUTERS/Carlos Garcia Rawlins, courtesy www.alertnet.org
Im Einsatz steht auch das neunköpfige Hilfsteam des SRK. Sechs Logistiker sind für die Abwicklung der Hilfsgüter-Lieferungen der gesamten Rotkreuz-Bewegung verantwortlich. Drei Gesundheitsfachleute des SRK versorgen in einer mobilen Klinik Verletzte und Kranke.

"Die gelieferten 15 Tonnen Hilfsgüter werden nun verteilt. Neben Blachen und Zelten für provisorische Unterkünfte wurden mit dem Frachtflug auch ein Allrad-Fahrzeug und ein leistungsfähiger Hubstapler eingeflogen. Dieser erlaubt eine rasche Abfertigung der Hilfsgüter im Flughafen von Port-au-Prince.

«Die Rotkreuz-Hilfe ist in vollem Gang», berichtet der SRK-Delegierte Frédéric Blas, der seit Sonntag in Port-au-Prince ist, per Skype. In mehreren Rotkreuz-Feldspitälern und -Kliniken würden zahlreiche Verletzte versorgt. An verschiedenen Orten verteile das Rote Kreuz sauberes Wasser und auch die vom SRK gelieferten Blachen werden an obdachlose Familien abgegeben.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".

Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.
AKTUELL: 19.01.2010

Suche nach vermissten Familien-angehörigen in Haiti

Die Suchmöglichkeiten vor Ort sind immer noch sehr eingeschränkt. Leider können wir im Moment keine Suchanfragen durch das IKRK oder den Rotkreuz-Suchdienst übermitteln.
Viele haben ihr Obdach verloren und sind nun auf Zelte und Blachen für eine provisorische Unterkünfte angewiesen.
REUTERS/Carlos Garcia Rawlins, courtesy www.alertnet.org
Für die Suche nach Vermissten in Haiti konsultieren Sie bitte den folgenden Link :

oder speziell für Schweizerinnen und Schweizer:

Falls Ihr/e Familienmitglieder immer noch vermisst ist/sind, können Sie uns kontaktieren, damit wir Ihren Namen auf unserer Liste der vermissten Personen registrieren können.

Kontakt: tracing@redcross.ch; Tel : 031 960 77 70
AKTUELL: 18.01.2010

SRK-Hilfsequipe eingetroffen

Das Nothilfe-Team des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) hat in Port-au-Prince die logistische Abwicklung der internationalen Rotkreuz-Hilfslieferungen übernommen. Auch zwei SRK-Krankenschwestern stehen seit Sonntag im Einsatz.
Verletztes Mädchen
Hilfe ist dringend nötig: Ein verletztes Mädchen in Port-au-Prince.



REUTERS/Logan Abassi/UN, courtesy www.alertnet.org
Noch sei die Lage recht unübersichtlich, berichtet Louis Rol, der Leiter der sechsköpfigen Logistik-Einheit, die für das SRK nach Haiti entsandt wurde. Mit Hochdruck arbeitet die Delegation nun daran, die effiziente Verteilung der Hilfslieferungen zu ermöglichen, die via Rotkreuz-Kanäle aus aller Welt eintreffen.

Das SRK hat 15 Tonnen Hilfsgüter nach Haiti geschickt. Die Lieferung ist am Montagnachmittag in Port-au-Prince eingetroffen. Neben Küchensortimenten, Medikamenten und Plastikblachen für provisorische Unterkünfte war auch ein Allrad-Fahrzeug und ein leistungsfähiger Hubstapler für die Abfertigung der Hilfslieferungen an Bord des Rotkreuz-Flugzeuges.

Die beiden SRK-Krankenschwestern sind seit Sonntagabend dabei, zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz eine mobile Klinik aufzubauen, in der Verletzte und Kranke versorgt werden. Im Laufe der Woche werden drei weitere SRK-Krankenschwestern nach Port-au-Prince entsandt, um ebenfalls zusammen mit den Deutschen Kollegen ein Feldspital zu betreiben.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".

Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.
AKTUELL: 15.01.2010

SRK-Hilfe ist unterwegs nach Haiti

Nach dem verheerenden Erdbeben ist ein neunköpfiges Nothilfe-Team des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) auf dem Weg nach Haiti. Zudem schickt das SRK 15 Tonnen Hilfsgüter ins Katastrophengebiet.
Hilfsgüter des SRK
15 Tonnen Hilfsgüter werden nach Port-au-Prince gebracht.



REUTERS/Eliana Aponte, courtesy www.alertnet.org
Insgesamt neun Mitarbeitende des SRK werden vorerst nach Haiti entsandt, um in Koordination mit dem lokalen Roten Kreuz und der Internationalen Föderation Nothilfe zu leisten. Ein spezialisiertes Logistiker-Team wird in Port-au-Prince die Entgegennahme und möglichst effiziente Verteilung der internationalen Rotkreuz-Hilfe sicherstellen. Zudem kommen drei Gesundheitsfachleute des SRK zum Einsatz.

Mit einem vom SRK gecharterten Frachtflug werden am Sonntag 15 Tonnen Hilfsgüter nach Port-au-Prince gebracht. Die Lieferung umfasst 1000 Blachen für provisorische Unterkünfte, Haushaltsets für 1000 Familien sowie Medikamente. Ab dem SRK-Lager in Panama werden zudem so bald als möglich Zelte nach Haiti geliefert. Hunderte von Freiwilligen des Haitianischen Roten Kreuzes stehen Tag und Nacht im Rettungseinsatz. Sie werden die Hilfsgüter aus der Schweiz an die Obdachlosen verteilen.

Das heftige Erdbeben vom Dienstag hat in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince schwerste Schäden angerichtet. Das ganze Ausmass der Katastrophe ist noch nicht absehbar. Gemäss dem Haitianischen Roten Kreuz haben bis zu 50‘000 Menschen das Leben verloren, Zehntausende wurden obdachlos. Für die Nothilfe in Haiti stellt das SRK mit Unterstützung des Bundes eine Million Franken bereit.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".

Personen, die Angehörige in Haiti vermissen, stehen verschiedene Dienste zur Verfügung: siehe rechte Spalte unter 'Weitere Infos'.
AKTUELL: 13.01.2010

Rotkreuzhilfe für Haitis Erdbebenopfer

Noch ist das Ausmass des schweren Beben in Haiti nicht bekannt, aber es muss mit einer hohen Opferzahl gerechnet werden. Das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) leitet erste dringende Hilfsmassnahmen ein.
Zerstörung in Port-au-Prince
Foto: REUTERS/REUTERS TV, courtesy www.alertnet.org
Um den Opfern des Erdbebens rasche Überlebenshilfe zu-kommen zu lassen, setzt das SRK vorerst 1 Mio. Franken ein für dringende Hilfsgüter. An dieser Nothilfe im Umfang von einer Million Franken beteiligt sich die Humanitäre Hilfe des Bundes zur Hälfte.

Ein Hilfeteam fliegt am 15. Januar in die Region, um den Kontakt mit dem Haitianischen Roten Kreuz herzustellen und erste Hilfs-massnahmen einzuleiten. Das SRK engagiert sich vor allem im logistischen und medizinischen Bereich. Die zahlreichen Helferinnen und Helfer des lokalen Roten Kreuzes stehen in Port-au-Prince und Umgebung im Rettungseinsatz.

Spenden für die Opfer in Haiti nimmt das SRK dankend entgegen auf dem Postkonto SRK 30-4200-3 (IBAN CH43 0900 0000 3000 4200 3), Vermerk „Haiti".

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